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Eine mit Schnee bedeckte Rasenfläche sollte so wenig wie möglich betreten werden. Wird das nicht beachtet, kann es zu Pilzerkrankungen kommen, die die Grünfläche schädigen.
Wird Rasen bei Schnee betreten, «führt das zu einem Luftabschluss», erläutert Klaus Müller-Beck, Vorsitzender der Deutschen Rasengesellschaft in Bonn. Und das könne zur Entwicklung der Typhulafäule führen. Die Sporen dieser Pilzkrankheit sind den Angaben zufolge zu jeder Jahreszeit im Boden vorhanden. Das Gewebe wachse jedoch besonders rasch bei relativ konstanten Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit unter der Schneedecke - und die zusammengedrückten Gräser werden besonders leicht von dem Pilz befallen. Erst nach der Schneeschmelze zeigen sich die Symptome der Fäule: unregelmäßig geformte, graue-braune Flecken.
Ebenfalls in den kalten Monaten entwickelt sich eine zweite Pilzerkrankung des Rasens, der Schneeschimmel. «Der Name täuscht», erläutert Müller-Beck: «Schneeschimmel entsteht auch ohne Schnee. Er wird vor allem vom Wechsel warmer und kalter Perioden begünstigt und kann bis in den März hinein auftreten.» Die Flecken seien wässrig-grau, aber das Schadbild des Schneeschimmels ähnele dem der Typhulafäule. Die wichtigste Methode, den beiden Pilzerkrankungen vorzubeugen, sei ausgewogenes Düngen.